Die Summer School Südtirol ist eine internationale, lokale und interdisziplinäre Veranstaltung. Ihr Ziel ist es, zu den wichtigen Fragen der Gegenwart die Erkenntnisse von Vielen zusammenzuführen und für den gesellschaftlichen Prozess der Auseinandersetzung zu nutzen.

summerschoolsuedtirol@gmail.com
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Zahlen und Fakten zur Summer School

Ein Dreiklang

Die Summer School Südtirol ist ein Dreiklang aus literarisch-dramatischen Werkstätten, einem Öffentlichen Forum sowie Lesungen und Performances. Sie wurde 2015 mit dem Ziel gegründet, wichtige Fragen der Gegenwart mit der Öffentlichkeit zu teilen, und dabei das künstlerisch-literarische Denken zusammen mit den Erkenntnissen aus den Bereichen der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Politik und der Geschichte in Erfahrung zu bringen. Die Summer School legt den Akzent auf die Prozesse des Schreibens, des Denkens und des Forschens. Im Forum wird diesen Prozessen ein öffentlicher Raum gewährt, und der Öffentlichkeit ein Raum der Auseinandersetzung mit den Fragen und Erkenntnissen von Vielen. Die Werkstatt dient dem Austausch von Theaterautor*innen und bietet die Möglichkeit, gegenwärtige gesellschaftspolitische Fragen mit der Suche nach einer adäquaten und innovativen Form zu verbinden. Die Lesungen und Performances bieten Einblicke in die künstlerische und literarische Produktion von Autor*innen aus dem lokalen und dem internationalen Raum. Konsequent wie einzigartig treibt die Summer School Südtirol die Zusammenführung von Urbanem und Ländlichem, dem Lokalen wie dem Internationalen sehr entschieden und erfolgreich voran. Sie trägt somit zu den demokratischen Prozessen einer Bevölkerung wesentlich bei.

Programm

01.09.2020 - 06.09.2020

Summer School 2020

MOVE ON. BUT HOW? - WEITERMACHEN. NUR WIE?

Move – Bewegt euch war das Motto der 6. Summer School Südtirol, bevor uns die Corona-Pandemie erfasste. Move on. But how? Weitermachen, nur wie? fragen wir jetzt, nach den einschneidenden Erfahrungen, die wir einzeln und als Gemeinschaft gemacht haben.

 

Sie haben unser Selbstverständnis als Individuen, als soziale Wesen, und als demokratische Gesellschaft auf den Prüfstand gestellt. Wie – ob gestärkt oder gespalten wir daraus hervorgehen, hängt auch davon ab, wie wir die gemachten Erfahrungen ansehen und bewerten. Und auch: welche davon wir uns ansehen.

 


Fragten wir vor der Pandemie nach den Formen des solidarischen Handelns, so fragen wir es jetzt umso mehr. Was sich deutlich abzeichnet: Wieder sind es die Frauen, die wie „selbstverständlich“ auf allen Ebenen helfen, die menschliche Gemeinschaft zusammenzuhalten.

 


Schließlich wollen wir der Ursache der Pandemie nachgehen: Auch wenn diese noch unklar sein mag, sicher ist, dass sie mit dem unaufhaltsamen Vorpreschen der Menschen in die natürliche Welt im Zusammenhang steht, und mit der Vernichtung von Vielfalt.
Weitermachen, wie? – fragt auch danach, welchen anderen Ausgang es gibt als dorthin zurück, wo wir uns hineinmanövriert haben. Jetzt, da wir erfahren mussten, wie verwundbar wir sind.

 

Der Rückzug hat uns auch eine Vision geschenkt: Eine Erde, die aufatmen konnte, als wir einen Moment zum Stillstand gebracht wurden. Gibt dieses Aufatmen des Planeten auch der Menschheit den nötigen Aufwind für einen anderen Umgang mit der natürlichen Welt?

01.09.2020

Eröffnung der Werkstatt

online Impulsvortrag

Kathrin Röggla: Literarische Formen solidarischen Denkens

 

Gibt es eine Ästhetik des Solidarischen? Welche Konzepte des Gemeinschaftlichen manifestieren sich in den Werken? Und wie, in welchen Formen drücken sie sich aus? Welche literarischen Mittel und Strategien entwickelten Autor*innen in der Literatur und in der Dramatik? Was bedeutet Solidarität im Hinblick auf Sprache und Kommunikation?

 

Werkstattgespräch 1

Amir Gudarzi zeichnet in Wonderwomb eine Welt rund um die marktwirtschaftliche Komponente des Öls, der daraus resultierenden inneren und äußeren Zerstörung, sowie der Machtkämpfe um das schwarze Gold, stets in Beziehung zur westlichen Welt und deren wirtschaftlichen Interessen.

Mit

Bernhard Studlar, Wiener Wortstaetten, Raphaela Bardutzky und Theresa Seraphin, Netzwerk der Münchner Theatertexter*innen. 

Ort

Schloss Velthurns

Uhr

10:00

Offizielle Eröffnung der Summer School 2020

wir bitten um Voranmeldung unter info.summerschoolsuedtirol@gmail.com

Vortrag und Gespräch

Maxi Obexer: Der Lockdown. Gemeinschaftliches Handeln oder Unmenschlichkeit? Ein Überblick der Philosophie und ein Ausblick in die Technologie

 

Von Anfang an warf der verordnete Rückzug elementare Fragen auf: Handelten wir im Sinne der Gemeinschaft, oder ließen wir uns zur Unmenschlichkeit hinreißen? Ist sogar beides möglich? Und wie ließe sich der Widerspruch lösen, zwischen einer Globalisierung, die irreparable Schäden anrichtet einerseits, und einem nötigen weltweiten Zusammenschluss auf der Suche nach Lösung und Veränderung.

Vortrag und Gespräch

Monika Hauser: Kriege, Krisen, Pandemien – Das solidarische Handeln der Frauen 

 

Das Herunterfahren staatlich-sozialer Infrastrukturen hat tiefe Lücken gerissen. Das solidarische Handeln wird zur entscheidenden Größe, um das größte Leid zu mildern, um die wesentlichen Versorgungen am Laufen zu halten, um die Pandemie zu bekämpfen. Diese Solidarität gab es in lokalen wie in internationalen Zusammenhängen. Sie bestand auf allen Ebenen und Bereichen, im familiären, im medizinischen, im sozialen, im infrastrukturellen Bereich. Und sie wurde wie fast „selbstverständlich“ von den Frauen geleistet.

Lesung und Musik

Vernesa Berbo: ABECEDA RATA Das Alphabet des Krieges

 

Vernesa Berbo stellt die Frage nach der weiblichen Perspektive im Bosnienkrieg. ABECEDA RATA – Das Alphabet des Krieges macht fünfundzwanzig Jahre nach Srebrenica den Bosnienkrieg erzähl- und greifbar, jeder Buchstabe wird zu einem Abgrund des Erlebten, transformiert den Krieg in Begriffe, macht ihn dadurch an- und aussprechbar. Die sich darin manifestierte Kriegserfahrung trägt zur Erinnerungskultur maßgeblich bei und etabliert eine feministische Gegenstimme.

im Anschluss Vernes mit Amira Berbo: Lieder über die Sehnsucht nach Nirgendwo 

Ort

Schloss Velthurns

Uhr

18:00

02.09.2020

Werkstatt

Werkstattgesrpäch 2

Katrin Diehls Bornstein wartet beschäftigt sich mit den Rändern der kommunistischen Theorie und deren blutige Umsetzung. Dazwischen beleuchtet sie immer wieder Frida Kahlo, die an der Seite des Nationalmalers Diego Rivera klein erscheint, doch als unwiderstehliche Menschenanfängerin an Größe gewinnt. Der Text wird immer wieder vom Surrealismus und dessen Unabsehbarkeit gekreuzt.

Werkstattgespräch 3

Rinus Silzle befragt in Von innen her verdorben die Werte des Westens und macht sich auf die Suche nach der Erforschung des sozialen Umgangs. Das Theaterstück fragt danach, was möglich ist, wenn das eigene Leben sich als Irrweg entlarvt, nachdem Alltagsmythen und Religion die ersten Weichen gestellt haben.

Ort

Schloss Velthurns

Uhr

10:00

Forum

Vortrag

Veronika Springmann: Solidarisches Handeln in der Wissenschaft

 

Universitäten sind hierarchisch strukturiert. Für ihre Diversität oder Vielfalt sind sie nicht gerade bekannt, auch wenn wichtige gesellschaftliche Theorien zur Ungleichheit und Ungerechtigkeit an genau diesen Orten entstanden sind. In Zeiten von Black Lives Matter, der Auseinandersetzung mit dem europäischen Kolonialismus und der Corona-Pandemie wird es immer wichtiger, sich mit der epistemischen Besonderheit dieser Orte auseinanderzusetzen. Und mit der Frage: Wie kann solidarisches Handeln in diesen Bereichen stattfinden?

Lesung

Zeige deine Klasse [Hoffmann & Campe: 2018] von Daniela Dröscher erzählt vom Heranwachsen im Angestellten-Milieu der westdeutschen Provinz der 80er und frühen 90er Jahre, sowie vom Milieuwechsel in die urban-akademische Welt der Kunst und Literatur. Aus einer radikal subjektiven Perspektive beleuchtet das Buch, wie die soziale Herkunft das eigene Selbstbild bis ins Erwachsenenleben hinein prägt, und auch mit wie viel Scham sie besetzt ist. Dabei ist „Klasse/transclasse“, gerade wenn sie in ihrer Verflochtenheit mit queer-feministischen und postmigrantischen Positionen gedacht wird, eine Kategorie, die Solidarität und Kompliz*innenschaft befördern kann.

Ort

Bioweingut Radoarhof

Uhr

18:00

03.09.2020

Werkstatt

Werkstattgespräch 4

Elena Schmidt geht in Der Fall K. oder der Zustand des deutschsprachigen Theaters im kapitalistischen Patriarchat dem Opferstatus, der Demokratie an sich sowie der (Un-)Fähigkeit des gesellschaftlichen Umgangs mit Gewalt nach.

Werkstattgespräch 5

Helena Kontoudakis fragt in Stück Fleisch nach der Realisierbarkeit der Geschlechtergerechtigkeit, dem gesellschaftlichen Handeln in Extremsituationen sowie dem menschlichen Fortbestand nach dem Leben auf der Erde.

Ort

Schloss Velthurns

Uhr

10:00

Forum

Südtirol Europa Spezial

Vortrag

Maxi Obexer: Europa von den Rändern her denken

 

Wie bedeutsam ist Europa für Grenzländer und Minderheiten? Wie bedeutsam sind Grenzländer für Europa? Das Grenzland Südtirol: Ein exemplarisches Beispiel einer Europäisierung?

Lesung

Maxi Obexer: Europas längster Sommer. La prima estate dell’Europa.

Ins Italienische übersetzt von Cristina Vezzaro

Gespräch

Cristina Vezzaro: Das Wagnis des Übersetzens: Wenn der Text zum eigenen Spiegelbild wird.

Lesung

In Der Mann, der im Brunnen saß und da lag und da war und da war erforscht Miriam Unterthiner die historischen und geografischen Grenzen Südtirols und deren komplexe Geschichte. Sie setzt die Geschichte im Mikrokosmos eines Dorfes an und durchleuchtet dessen künstlich gezogenen Sprach-, Kultur- und Ideologiegrenzen.

Ort

Bioweingut Radoarhof

Uhr

18:00

04.09.2020

Werkstatt

Werkstattgespräch 5

Eleonore Khuen-Belasi erzählt in Himmel und Hirn den griechischen Mythos der Kallisto neu und entlarvt darin gegenwärtige Fragestellungen. Die mythologischen Figuren finden dabei Zugang zur sich verändernden Natur und stellen sich selbst in Frage.

Werkstattgespräch 6

In Variationen von Prosa und Lyrik geht Nadia Rungger Süßwasserfischen, vier Gabeln und gelben Linien nach, sucht dabei das Große im Kleinen. Ihr Blick streift immer wieder das Objekt des Schreibens selbst und dessen Umgebung.

Ort

Schloss Velthurns

Uhr

10:00

Forum

Lecture Performance

Maria C. Hilber: Vom Brennen und vom Verbrennen

 

Anhand des Polidramas Die Schamanen von Maria CM Hilber wird das Phänomen des Burnout-Syndroms und seine Verweise hinein in eine Welt der Wertschöpfungen, des Konsums und der Kapitalkörper untersucht. Wie schreibt es sich in unser Denken ein und uns dadurch fest? Auf welchen Pfad führen uns die Symptome dieses Syndroms? Ist die Zeit des Verbrennens endlich; so, wie es das fossile Zeitalter ist? Entlang von Textauszügen werden die Grenzen des Textes befragt, wie auch die Frage nach deren Auflösung.

Lesung

Der lyrische Text HYBRISE EINschleichen/schleifen von Greta Pichler beschäftigt sich mit Muttersprachen, Halb- und Mehrsprachigkeiten, Dialekten, dem Sprechen und Schreiben des Gesprochenen. Diese Phänomene werden in den Gedichten erforscht, thematisch und stilistisch variiert, Kombinationen ausprobiert und Brüche dokumentiert. Die Gedichte sind Projektionsflächen und Versuchsräume, Bewegungsradien werden erkundet, Hybridformen entstehen, Wind frischt auf, sie bröckeln. Das immer wiederkehrende lyrische Ich positioniert sich im Versuch, den Ursprung des eigenen Sprechens neu zu setzen.

Performance

Europas längster Sommer in der Bühnenfassung von Ina Tartler (Dramaturgie) und Joachim G. Goller (Regie). Inszeniert an den Vereinigten Bühnen Bozen 2019, gespielt von Patrizia Pfeifer.

Ort

Bioweingut Radoarhof

Uhr

18:00

05.09.2020

Move on - Formen des Literarischen

Performance und Lesung

Lesung aller Autor*innen und Studierenden der diesjährigen Summer School Südtirol

Ort

Bioweingut Radoarhof

Uhr

18:00

Biografien

Monika Hauser CHE/IT

Fachärztin für Gynäkologie sowie Frauenrechtlerin. Im Zuge dessen gründete sie die Frauenrechtsorganisation „medica mondiale“. Für ihren beständigen Einsatz im Bereich der medizinischen und psychologischen Betreuung von kriegstraumatisierten Frauen wurde sie unter anderem mit dem Alternativen Friedensnobelpreis, „Right Livelihood Award“ (2008), ausgezeichnet und als Europäerin des Jahres (2011) geehrt.

Daniela Dröscher DE

Autorin und Dramatikerin. Studium der Germanistik, Philosophie, Anglistik sowie des Szenischen Schreibens. Sie lehrte u. a. am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und dem Institut für Kreatives Schreiben in Hildesheim. 2018 war sie an der Gründung des KünstlerInnen-Kollektivs „Ministerium für Mitgefühl“ beteiligt. Ihr 2018 erschienener Roman Zeige deine Klasse beschäftigt sich mit dem Wirken der sozialen Herkunft auf das eigene Selbstbild.

Kathrin Röggla AT/DE

Schriftstellerin, Dramatikerin, Vizepräsidentin der Akademie der Künste, Berlin, sowie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Studium der Germanistik und Publizistik. Für ihre literarischen Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, 2020 wurde sie mit dem Österreichischen Kunstpreis für Literatur sowie dem Wortmeldungen-Literaturpreis ausgezeichnet.

Veronika Springmann DE

Historikerin, Sportwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte liegen in der Geschichte des Nationalsozialismus sowie der Geschichte der Gewalt. Derzeit arbeitet sie am Forschungsprojekt Homosexuellenbewegung und die Rechtsordnung in der Bundesrepublik.

Vernesa Berbo SRB/DE

Autorin, Schauspielerin, Performerin und Sängerin. Sie studierte an der Staatlichen Akademie für Darstellende Kunst in Sarajevo sowie Drehbuch. Engagements u. a. im Theater Obala, Stadttheater Mostar, UNICEF-Theater in Sarajevo sowie am HAU, am Ballhaus sowie dem Maxim Gorki Theater. An der Summer School Südtirol 2019 war sie Teilnehmerin der dramatischen Werkstätten.

Cristina Vezzaro IT

Autorin sowie Übersetzerin und literarische Übersetzerin. Studium der Translationswissenschaften. Sie übersetzt aus dem Deutschen, Französischen und Englischem ins Italienische. Bisher hat sie unter anderem Kathrin Röggla sowie Renè Pollesch übersetzt, zuletzt Maxi Obexer La prima estate dell’Europa [Edizioni alphabeta Verlag: 2020; Europas längster Sommer 2017].

Patrizia Pfeifer IT

Schauspielerin. Studium am Theater- und Filminstitut in Straßburg sowie an der Schauspielschule des Kellertheaters in Innsbruck. Engagements u. a. an den Vereinigten Bühnen Bozen, der Carambolage Bozen, der Dekadenz Brixen sowie am Theater an der Effingerstraße in Bern. In der Spielzeit 2019/2020 war sie bei den Vereinigten Bühnen Bozen in der Inszenierung von Europas längster Sommer zu sehen [Regie: Joachim G. Goller].

Doris Lindner DE

Studium der Kirchenmusik, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Osteuropäische, Neuere und Neueste Geschichte sowie Wissenschaftsmanagement. Sie wurde u. a. ausgezeichnet mit dem Preis der Kultur des Innovationswettbewerbs der Erfindermesse IENA in Nürnberg und dem Multikulturellen Preis des Ausländerbeirats Nürnbergs. Seit 2020 ist sie Leiterin des Studienprojekts Q+, an dessen Realisierung sie maßgeblich beteiligt war.

Julia Reichenpfader DE

Studium der Deutschen Philologie, Sozialpolitik sowie der Geschlechterforschung an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie ist seit 2019 Teil des Teams des interdisziplinären Studienprogramms Q+. In ihrer Dissertation Die W/wunde Haut. Offene Frauenkörper in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur untersucht sie Körperdiskurse in der zeitgenössischen Literatur.

Maxi Obexer IT/DE

Schriftstellerin, Dramatikerin, Gründerin der Summer School Südtirol (2015) sowie des Neuen Institut für Dramatisches Schreiben (NIDS). Sie lehrte u. a. an der Georgetown University in Washington DC, an der Universität der Künste sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ausgezeichnet u. a. mit dem Robert-Geisendörfer-Preis für Illegale Helfer. Nominiert für den Bachmannpreis für ihren Romanessay Europas längster Sommer, übersetzt ins Englische und Italienische 2020.

Bernhard Studlar AT

Dramatiker, Gründer und Leiter des Autorentheaterprojekts „Wiener Wortstaetten“. Studium der Theaterwissenschaften, Philosophie, Germanistik und des Szenischen Schreibens. Er schrieb bisher u. a. für das Burgtheater, das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, das Schauspielhaus Graz und das Theater Rabenhof in Wien. Im Zuge des Programms „Wiener Stimmen“ des Burgtheaters verfasste er 2020 den Theatertext Sonnenanbeterin.

Thorsten Dönges DE

Autor und Kurator des Programmbereichs der neuen deutschen Literatur sowie der Autorenwerkstatt Prosa im Literarischen Colloquium Berlin, LCB. Studium der Germanistik und der Geschichte in Bamberg. Als Lehrbeauftragter arbeitet er für die Filmuniversität in Potsdam-Babelsberg, die Universität Bamberg und die FU Berlin, als Moderator ist er regelmäßig bei den internationalen Literaturfestivals in Berlin und Leukerbad zu Gast.

Raphaela Bardutzky DE

Theaterdramaturgin, Autorin, Drehbuchlektorin und Script Consultant im Art-House-Filmbereich. Studium der Dramaturgie, der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft und der Philosophie. Gemeinsam mit Theresa Seraphin gründete sie 2016 das „Netzwerk der Münchner Theatertexter*innen“. Sie ist Teil des Kuratorinnen-Teams der Münchner Lesereihe LIX.

Theresa Seraphin DE/AT

Autorin, Theaterautorin sowie Dramaturgin an der ARGEkultur. Sie studierte Dramaturgie, Komparatistik und Kunstgeschichte an der Theaterakademie August Everding. Mit dem Projekt „Netzwerk der Münchner Theatertexter*innen“ fördert sie zeitgenössische Theatertexte sowie deren AutorInnen. Ihre Texte sind Teil von Theaterstücken (Münchner Schichten) und Performances, zuletzt der Podcast Erika und Therese GAY AGAIN.

Maria CM Hilber IT

Schriftstellerin, Künstlerin sowie Geschäftsführerin der Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung. Masterstudium „Art & Science“ an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie komponiert und verwebt Texte, Räume und Systeme zu Dialogfeldern. Als Künstlerin mit verschiedenen Personas entwickelt sie unter anderem die Erzählfigur „Em:ma@Robin“ und die Kollaborateurin „Mandarina Muttertier”.

 

Christine Helfer IT

Freie Journalistin, Publizistin und Autorin. Sie arbeitet für Radio, Print und TV, u. a. als Gestalterin der Radio-Theatersendung auf RAI Südtirol, ebenso für das TV-Magazin Minet, das Minderheitenmagazin der RAI. Als Journalistin beschäftigt sie sich vor allem mit Kunst, Kultur, Soziologie und dem breitgefächerten Thema „Nachhaltiges Leben“ sowie deren Schnittstellen und Berührungspunkte. Veröffentlichung: Theatermenschen bei Edition Raetia, 2010.

Greta Pichler IT/AT

Autorin. Studium der Sprachkunst sowie der Philosophie. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, zuletzt in „lyrischer Wille“ und in „wo waren wir? ach ja: Junge österreichische Gegenwartslyrik“. Seit 2016 Mitglied des Künstlerinnenkollektivs „Textkörper“, seit 2018 Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift JENNY. 2020 ist sie Kuratorin der Literaturpassage im Museumsquartier Wien.

Miriam Unterthiner IT/AT

Autorin und Dramatikerin. Studium der Germanistik und der Philosophie. 2017 gewann sie die Bozner Autorentage, Kategorie Prosa. Im Folgejahr wurde sie in das Dramatiker-Förderprogramm der uniT „Wiener Gruppe“ aufgenommen. Mit ihrem Text nAKT. Die Erkundung des Das wurde sie 2019 zum Symposium „Weibliche Erzählperspektive(n)“ eingeladen. Sie wurde für den Retzhofer Dramapreis 2021 nominiert.

Nadia Rungger IT/AT

Autorin sowie Studentin der Germanistik und Kunstgeschichte. Sie wurde u. a. mit dem Internationalen Literaturpreis Merano-Europa (2017) und dem Literaturpreis Scribo Junior (2018) ausgezeichnet. Es folgten mehrere Stipendien für Schreibwerkstätten in Österreich und der Schweiz. Im Herbst 2020 erscheint ihr Gedichts- und Erzähldebüt Das Blatt mit den Lösungen [Verlag: A. Weger].

Eleonore Khuen-Belasi IT/ESP/AT

Dramatikerin sowie Studentin der Philosophie. Sie wurde 2018 für das Hans-Gratzer-Stipendium nominiert. Mit ruhig Blut wurde sie zu den Autorentheatertagen 2019 am Deutschen Theater Berlin eingeladen. Die Uraufführung fand am Deutschen Theater mit einer Produktion des Schauspielhauses Graz statt. Ende 2020 erscheint das Stück in der Anthologie „Dramatische Rundschau“ im S. Fischer Verlag.

Amir Gudarzi IRN/AT

Autor und Dramatiker. Studium des Szenischen Schreibens sowie der Theater-, Film- und Medienwissenschaften. Es folgten mehrere Dramatik- und Literaturstipendien. 2017 wurde er mit dem exil-DramatikerInnenpreis ausgezeichnet, 2019 folgte mit Die Burg der Assassinen die Einladung zum Berliner Theatertreffen. Sein Stück Geleemann wird 2020 im Werk X aufgeführt. Er wurde für den Retzhofer Dramapreis 2021 nominiert.

Elena Schmidt AT/DE

Theaterautorin, Schauspielerin sowie Regisseurin und Dramaturgin von Hörspielen. Engagements u. a. an den Salzburger Festspielen, dem Volkstheater Wien, dem Schauspiel Hannover sowie am Deutschen Theater Berlin. Derzeit ist sie festes Ensemblemitglied am Maxim Gorki Theater. 2019 gründete sie das KünstlerInnen-Kollektiv „Elevator Bitches“. Im selben Jahr nahm sie ihre Tätigkeit als Autorin auf.

Helena Kontoudakis CHE/GRC

Dramatikerin und Regisseurin. Regiestudium an der Schauspielschule in Basel. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Vorstand des Vereins „Pro Quote Bühne“ und setzt sich für eine paritätische Besetzung aller künstlerischen Ressorts in den Darstellenden Künsten ein. Ihr aktuelles Projekt Stück Fleisch soll als Zukunftsmythos konzeptionell und inhaltlich das Empowerment von talentierten Frauen in der Darstellenden Kunst fördern.

Katrin Diehl DE

Autorin, Dramatikerin sowie freie Journalistin. Studierte u. a. an der Hochschule für jüdische Studien und der Deutschen Journalistenschule, sie berichtet insbesondere für die Jüdische Allgemeine Wochenzeitung. Mit ihrer Gruppe „Stegreif“ arbeitet sie in Stücken verschiedenste Themen für SchülerInnen und LehrerInnen auf. Zusätzlich leitet sie einen Lyrik-Kurs für Blinde.

Rinus Silzle DE

Theaterautor. Studium des Szenischen Schreibens, arbeitete unter anderem als Regieassistent für Film- und Theaterprojekte. Einladung zu den Essener Autorentagen (2016), im selben Jahr wurde er mit dem Sonderpreis des Deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreises ausgezeichnet. Es folgte der Publikumspreis des Heidelberger Stückemarkts (2018) sowie der Förderpreis des Berliner Kindertheaterpreises (2019).

Valerie Melichar AT

Autorin und Dramatikerin. Sie studierte Creative Writing in den USA und England. Für ihr Stück Sonnenkinder. Sternenstaub. Letzte Televisionen erhielt sie 2012 den exil-DramtikerInnenpreis. Im Rahmen der Wiener Wortstaetten schrieb sie für das Schreibprojekt „NEUROPA“ die Episode Bye-bye MaxiCenter. Bei den Wortstattnächten 2019 wurde ihr Text Alle Farben im Schwarz präsentiert.

Schloss Velthurns

Schlossgarten

Lesung im Radoarhof

Lungomare Bozen
©  Jörg Oschmann

 

Vortrag im Schlosssaal

Radoarhof Publikum

 

Schloss Velthurns
©  Jörg Oschmann

 

Publikum
©  Jörg Oschmann

 

Monika Hauser
©  Anna Verena Müller/ medica mondiale

 

Gespräche

Kathrin Röggla
©  Andreas Schmidt

 

Ulrike Syha

 

Sasha Marianna Salzmann

Marlene Streeruwitz
©  Christoph Tauber
 

 

 

Adnan Softic

 

Nivedita Prasad

 

Sivan Ben Yishai

Barbara Plagg
©  Jörg Oschmann

Schlosssaal Velthurns
©  Jörg Oschmann

Lungomare
©  Jörg Oschmann

Forum
©  Jörg Oschmann

Publikum
©  Jörg Oschmann

 

Werkstattgespräche

Performance im Schlossgarten

 

Musik

Schlosssaal

Lungomare
©  Jörg Oschmann